Geschichte in der Gegenwart lebendig werden zu lassen - sich zu begeistern und immer wieder neue Entdeckungen zu machen, zeichnet das aktuelle aktive Leben unseres Vereins aus.
Dabei gibt es noch so viele Schätze in unserer Region zu entdecken - von der Antike bis zur Gegenwart. Und wie die Detektive in einem guten Kriminalstück suchen wir auch nach "Beweisen" für das, was hier in der Vergangenheit los war.
Auf dieser Seite halten wir Sie über unsere Suche nach neuen Schätzen und Artefakten auf dem Laufenden.
Hier erfahren Sie, wann wir wo als Geschichtsverein unterwegs sind. Wenn Sie mit uns unterwegs sein wollen, dann sind Sie herzliche dazu eingeladen, Mitglied unserer Community zu werden.
Am 19. Mai 2026 wurde es im Römerkeller-Museum ungewöhnlich lebhaft: Zwischen Fibeln, Amphoren sowie Votivsteinen und antiken Ziegeln mischten sich zwei besondere Gäste unter die römischen Schatten. Thomas Kurtz, Eigentümer und Koordinator des Projekts Mules-of-Marius, und Franziska Weber, Museumspädagogin im Römerhaus Bürgel, folgten der Einladung von Udo Hentrich, um gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen der Dormagener Römergeschichte zu werfen – und natürlich, um über neue Wege der lebendigen Vermittlung antiker Alltagskultur zu fachsimpeln.
Von links nach Rechts: Thomas Kurtz (Eigentümer und Koordnator von Mules of Marius und in Begleitung einer ganzen Centuria; siehe unten), Udo Hentrich (Vorsitzender des Geschichtsvereins Dormagen) und Franziska Weber (Museumspädagogin in Haus Bürgel)
Schon beim Betreten des Museums war klar: Hier treffen drei Menschen aufeinander, die nicht nur über Geschichte reden, sondern sie atmen. Während Thomas Kurtz mit sichtbarer Begeisterung von seinen „Maultieren des Marius“ erzählte – einem Projekt, das die logistische Meisterleistung römischer Marschkolonnen wieder erfahrbar macht –, ergänzte Franziska Weber mit pädagogischem Scharfsinn, wie man solche Themen heute für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen greifbar macht.
Zwischen den Vitrinen entwickelte sich ein lebendiger Austausch über römische Transportwege, die Kunst des Packens (die Legionäre waren offenbar die Marie Kondos der Antike) und die Frage, wie man Besucherinnen und Besucher dazu bringt, nicht nur zu schauen, sondern zu staunen. Udo Hentrich führte mit gewohnter Begeisterung durch das Römerkeller-Museum, zeigte Fundstücke aus dem antiken Dormagen und ließ dabei immer wieder durchblicken, wie sehr ihm die Verbindung von Forschung, Vermittlung und lokalem Engagement am Herzen liegt.
Ein Tag voller Inspiration, Fachwissen und herzlichem Austausch – und ein schönes Beispiel dafür, wie lebendig Geschichte wird, wenn Menschen zusammenkommen, die sie mit Leidenschaft erzählen.
Am 7. März 2026 öffnete das Archiv im Rhein-Kreis Neuss in Zons seine Türen für den bundesweiten Tag der Archive – und der Geschichtsverein Dormagen war mit einem eigenen, interaktiven Informationsstand mittendrin. Unter dem bundesweiten Motto „Wissen. Bewahren. Teilen.“ präsentierten Archive, Vereine und Initiativen ihre Arbeit, zeigten seltene Dokumente und luden Besucherinnen und Besucher ein, Geschichte aus nächster Nähe zu erleben.
Der Geschichtsverein Dormagen
als lebendiger Geschichtsvermittler
Unser Verein nutzte die Gelegenheit, um die Vielfalt seiner Arbeit sichtbar zu machen. Der Stand war so gestaltet, wie man es von uns kennt: ansprechend, dialogorientiert und voller
Entdeckungsmöglichkeiten.
Besonders beliebt waren:
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, um Fragen zu stellen, eigene Erinnerungen zu teilen oder sich über die laufenden Projekte des Vereins zu informieren – vom Engagement
rund um den Niedergermanischen Limes bis hin zu unseren Bildungsangeboten.
Begegnungen, Gespräche und neue Impulse
Der Tag der Archive ist traditionell ein Ort des Austauschs. Auch in diesem Jahr entstanden zahlreiche fachliche Gespräche mit Archivarinnen, Historikern, Studierenden und lokalgeschichtlich
Interessierten. Besonders erfreulich war das große Interesse an:
Mehrere Besucherinnen und Besucher äußerten spontan den Wunsch, künftig selbst aktiv zu werden – ein schönes Zeichen dafür, dass lebendige Geschichtsarbeit Menschen verbindet.
Ein Blick hinter die Kulissen der Archive
Neben dem Vereinsstand bot der Tag der Archive auch Führungen durch Magazinräume, Präsentationen seltener Originaldokumente und Einblicke in die digitale Archivierung. Für viele Gäste war es
faszinierend zu sehen, wie viel Arbeit, Sorgfalt und technische Expertise hinter der Bewahrung unseres kulturellen Erbes steckt.
Der Geschichtsverein Dormagen versteht sich seit jeher als Brücke zwischen diesen professionellen Strukturen und der interessierten Öffentlichkeit – und genau das wurde an diesem Tag sichtbar.
Fazit: Ein erfolgreicher Tag für die Dormagener Geschichte
Der Tag der Archive 2026 war für den Geschichtsverein Dormagen ein voller Erfolg. Unser interaktiver Stand zeigte, wie moderne Geschichtsvermittlung aussehen kann: zugänglich, dialogorientiert,
wissenschaftlich fundiert und zugleich unterhaltsam.
Wir danken dem Archiv im Rhein-Kreis Neuss für die hervorragende Organisation und allen Besucherinnen und Besuchern für ihr Interesse, ihre Fragen und ihre Begeisterung.
Der nächste Tag der Archive kommt bestimmt – und wir freuen uns schon jetzt darauf, wieder mit dabei zu sein.